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Dienstag, 01. November 2011

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Soll Herr Mißfelder doch für 6,90 Euro Stundenlohn arbeiten!

„Wenn Herr Mißfelder vom Wirtschaftsflügel der CDU für 6,90 Euro Stundenlohn arbeiten möchte, wird ihn sicher niemand davon abhalten. Seine Befürchtung, der Mindestlohn könnte nicht bei 6,90 pro Stunde enden, bringt eine tiefe Missachtung all jener Menschen zum Ausdruck, die trotz Arbeit als so genannte Aufstocker auf Hartz IV angewiesen sind. 6,90 Euro Stundenlohn sind zu wenig. Das führt nur zu staatlicher Lohnsubvention“, erklärt Heidemarie Scheuch-Paschkewitz, Landesvorsitzende der Partei DIE LINKE. Hessen.

„Es ist ein unerträglicher Skandal, dass in Deutschland Hungerlöhne mit über
10 Milliarden Euro aus dem Sozialetat subventioniert werden. Diese Pervertierung des Sozialstaates kann und muss mit einem flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn von zunächst zehn Euro beendet werden. Dadurch würde zugleich die Binnennachfrage in Deutschland gestärkt und das wirtschaftliche Ungleichgewicht zwischen den Staaten der EU als eine der Ursachen der Euro-Krise beendet.

Es ist an der Zeit, dass nicht nur Herr Mißfelder den neoliberalen Irrlehren abschwört. Ideologische Borniertheit muss endlich durch wirtschaftlichen Sachverstand und soziale Gerechtigkeit abgelöst werden.“

 

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