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Donnerstag, 28. Juli 2011
Kostenfreie Kinderbetreuung – Soziale Stigmatisierung beenden!
„Unbestritten ist eine gute Vorschulerziehung wegweisend für die Entwicklung eines Kindes“, meint Gabi Faulhaber, die von Beruf Förderschullehrerin ist.
„Vom Kindergartenbesuch hängt oft ab, ob Kinder aus bildungsfernen Haushalten Schulerfolg haben. Völlig zu Recht wird die Förderung in den ersten Lebensjahren von Erziehungswissenschaftlern, Hirnforschern, pädagogischen Fachkräften, der Wirtschaft und nicht zuletzt von den Eltern verlangt.
Rheinland-Pfalz und Berlin haben eine kostenfreie Vorschulerziehung umgesetzt. Hessen stellt dagegen nur das dritte Kindergartenjahr von Gebühren frei und wird den Erkenntnissen und Anforderungen an Vorschulerziehung damit nicht gerecht. Deshalb sollten sich alle hessischen Kommunen zur Gebührenfreiheit entschließen. Zwei hessische Städte haben dies bereits getan – Bad Homburg und Rodgau.“
Faulhaber weist auf den hessischen Bildungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren hin. Sie moniert: „Der Bildungsplan gilt für alle Kinder. Warum werden Eltern von Vorschulkindern zur Kasse gebeten, während die Kosten der Schulbildung dann auf die Allgemeinheit umgelegt werden? Auch Vorschulbildung und Betreuung müssen kostenfrei sein!“
Zu hohe Kosten sind für Faulhaber kein Argument: „Die anderen Parteien haben sich nicht empört, als ihre Abgeordneten im Bundestag Steuergeschenke in Millionenhöhe an Banken und Reiche beschlossen haben.“



