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Mittwoch, 23. Februar 2011
Missbrauch von Leiharbeit beenden
„Eine Million Menschen sind in Deutschland in Leiharbeit beschäftigt. Zwar gibt es inzwischen wieder Einstellungen, doch werden neue Stellen nach einer Umfrage der IG Metall unter 7.000 Betriebsräten zu 85 Prozent in Leih- und Zeitarbeit besetzt. Ehemals tariflich bezahlte, unbefristete Arbeitsverhältnisse werden so in unsichere Jobs umgewandelt.
Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter verdienen bis zu 50 Prozent weniger als ihre fest angestellten Kolleginnen und Kollegen. Die Befristung von Arbeitsverhältnissen macht eine Lebensplanung unmöglich und bedeutet eine enorme psychische Belastung. Mehr als die Hälfte der in Leiharbeit Beschäftigten sind unter 35 Jahre alt.
DIE LINKE unterstützt die Gewerkschaften bei ihrer Forderung, den Missbrauch von Leiharbeit abzustellen. Beschäftigte in Leiharbeit müssen mit ihren fest angestellten Kolleginnen und Kollegen gleichgestellt werden. Um die Unsicherheit ihrer Arbeit auszugleichen, müssen sie einen Zuschlag von 10 Prozent auf den Tariflohn der jeweiligen Branche erhalten. Außerdem muss die zulässige Höchstdauer von Leiharbeit auf drei Monate begrenzt werden.
DIE LINKE wird morgen in zahlreichen Städten und Gemeinden in Hessen mit Infoständen und Flugblättern auf die Situation der Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter aufmerksam machen. Leiharbeit betrifft uns alle, denn sie erhöht den Druck auf die Löhne und wird von den Arbeitgebern als Instrument zu Schwächung der Gewerkschaften eingesetzt.“
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