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Freitag, 03. Dezember 2010

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Henzler kürzt Geld für Sport an hessischen Schulen

„Es soll mehr Ganztagsangebote in Hessen geben. Kultusministerin Henzler will damit auf die Bildungsmisere reagieren. Doch kosten darf das nichts. Im Gegenteil! Mit dem geplanten neuen Schulgesetz soll Leiharbeit legalisiert werden, man spricht davon, Ehrenamtliche, Rentnerinnen und Rentner einzusetzen und gleicht schon heute fehlende Pädagoginnen- und Pädagogen-Stellen durch Studierende und Hilfskräfte aus. Während Henzler von einem möglichst kostenlosen Nachmittagsangebot träumt, werden Ehrenamtliche an Schulen für ihr Engagement ausgenutzt“, erklärt Gabi Faulhaber, stellvertretende Landesvorsitzende der Partei DIE LINKE. Hessen.

„Zum Jahresbeginn 2011 werden die Mittel für die Kooperation der Schulen mit Sportvereinen um ein Drittel reduziert. Man erwartet wohl, dass Sportvereine den Rest des Schuljahres mit reduzierten Finanzmitteln weiterarbeiten. Und sicher brechen die engagierten Übungsleiter ihre Arbeit mit den Kindern nicht plötzlich ab. Doch auch das beste Engagement braucht eine finanzielle Ausstattung. Vereine und der Landessportbund haben klar gemacht: Sie können die Mittel für die Arbeit an Schulen nicht selbst aufbringen. Mit dieser Kürzung steht die Kooperation auf dem Spiel.

Die Kultusministerin erwartet offensichtlich, dass Eltern oder Fördervereine die eingesparten Mittel mit Spenden finanzieren. Besonders benachteiligt sind dann wieder die Schulen in sozialen Brennpunkten, die Haupt- und Förderschulen. Diese Eltern können sich großzügige Spenden nicht leisten und die Fördervereine sind dementsprechend klamm. Dabei profitieren gerade sozial isolierte Kinder besonders von den Sportangeboten.

Die Bildungspolitik der Schwarz-Gelben Landesregierung ist ein unsoziales Trauerspiel! In Sonntagsreden wird das Bildungsland Hessen versprochen, doch tatsächlich werden die Bildungschancen zukünftiger Generationen torpediert.“

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