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Mittwoch, 02. November 2011
Solidarität mit den Streikenden der Wicker-Kliniken
„Dass den Kolleginnen und Kollegen bei den Wicker-Kliniken bis heute ein Tarifvertrag verweigert wird, zeigt einmal mehr: Unter Privatisierungen im Gesundheitswesens leiden die Beschäftigten ebenso wie Patientinnen und Patienten. Unsere Gesundheit darf nicht dem Profitsterben privater Unternehmen ausgeliefert werden“, erklärt Gabi Faulhaber, stellvertretende Landesvorsitzende der Partei DIE LINKE. Hessen.
„Nur weil sie in privaten Krankenhäusern arbeiten, verdienen die Kolleginnen und Kollegen der Wicker-Kliniken bis zu 25 Prozent weniger als sie in öffentlichen Krankenhäusern verdienen würden. Ihre Arbeit ist dieselbe. DIE LINKE. Hessen unterstützt den Streik der Beschäftigten der Wicker-Kliniken.
Ich werden den Kolleginnen und Kollegen heute in Bad Homburg eine Solidaritätserklärung übergeben, die der Landesvorstand der hessischen LINKEN einstimmig beschlossen hat:
Solidarität mit den Streikenden der Wicker-Kliniken
Noch immer verweigert die Wicker-Gruppe die Aufnahme von Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft ver.di. Noch immer liegt das Lohnniveau der nicht-ärztlichen Beschäftigten bis zu 25 Prozent unter den Bedingungen des öffentlichen Dienstes und vieler privater Krankenhäuser. Noch immer zeigt sich das Unternehmen taub für die berechtigten Forderungen seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Damit muss endlich Schluss sein!
Die Wicker-Gruppe zählt zu den größten Arbeitgebern in Nordhessen. Es ist eine Schande, dass sich das Unternehmen den in einer demokratischen Gesellschaft üblichen Gepflogenheiten widersetzt und eine Konzernpolitik nach Gutsherrenart betreibt. Aber wenn sie den Streik wollen, sollen sie ihn haben! Es ist nicht nur Euer gutes Recht, sondern auch eine Verpflichtung gegenüber Euren Kolleginnen und Kollegen in anderen Krankenhäusern, das Lohnniveau anzugleichen – damit Lohndumping ein Riegel vorgeschoben wird.
Denn auch in Krankenhäusern muss der Grundsatz gelten: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!
Euer Kampf macht vor allem den Beschäftigten in den kirchlichen Krankenhäusern Mut. Diese stehen noch vor der Aufgabe, die Ihr gerade anpackt – der Erkämpfung eines Tarifvertrags! Am 4. November 2011 will die Evangelische Kirche auf ihrer Synode in Magdeburg Streiks per Kirchengesetz in ihren Einrichtungen verbieten. Dies obwohl Arbeitsgerichte das Streikrecht für kirchliche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bestätigt haben. Aber weder Ihr, noch Eure kirchlichen Kolleginnen und Kollegen sind Beschäftigte zweiter Klasse. Auch wenn es den Arbeitgebern nicht passt, das Ziel muss die Angleichung an den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes
(TVöD) sein!
DIE LINKE. Hessen erklärt sich mit Eurem Streik solidarisch und wünscht Euch viel Kraft, Ausdauer und Erfolg! Der dritte Warnstreik wird sicher noch deutlicher Eure Geschlossenheit zum Ausdruck bringen und der Wicker-Gruppe zeigen, dass die Aufnahme von Tarifverhandlungen kein frommer Wunsch, sondern das Gebot der Stunde ist!“







