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Kein Soldat mehr – Bundeswehr/NATO raus aus Afghanistan!

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Unter dieser Parole rief die Friedensbewegung für den 20.2. zu Kundgebung + Demonstration gegen die geplante Aufstockung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan nach Berlin auf.
Es war uns in Marburg völlig klar, dass wir nach der überaus erfolgreichen Mobilisierung nach Dresden eine Woche zuvor nur wenige Teilnehmer sein würden. Daher organisierte
das breite Marburger „Bündnis gegen den Krieg“ eine Aktion in der Öffentlichkeit mit Medienvertretern, wobei noch einmal die Abstimmungszettel zur Mandatsverlängerung vom November 2009 eingesetzt wurden.

In Berlin bei sonnigem Wetter auf dem schnee/eisbedeckten Bebelplatz angekommen, wurden wir durch fetzige Musik zur Bühne geleitet.
Wenn auch die Teilnehmerzahl recht überschaubar war, so konnte man doch an Ortsschildern erkennen, dass aus ungefähr 100 Städten friedensbewegte VertreterInnen anwesend waren; hessische FriedensfreundInnen kamen ebenfalls aus verschiedenen Städten, wobei die Kasseler Delegation am größten war. Die Breite aller beteiligten Organisationen konnte gut an der Vielzahl der Transparente und Fahnen abgelesen werden.

Die RednerInnen beleuchteten verschiedene Problembereiche und entsprechende Forderungen
der Friedensbewegung wie die Zunahme der

  • zivilen und militärischen Opfer, Korruption und Mohnanbau in Afghanistan,
  • Kosten,
  • Militärforschung an deutschen Hochschulen,
  • Rüstungsexporte usw.
Als Höhepunkt der Kundgebung brachte Eugen Drewermann in aller Klarheit und Schärfe
die Lügen und Halbwahrheiten der politisch und militärisch Verantwortlichen, die strategi-schen und Profitinteressen der Kriegsgewinnler, die „eingebetteten“ Begründungen der Abge-
ordneten unserer „Kriegsparteien“ zum Ausdruck; diese Menschen hätten doch „einen Sprung in der Schüssel“. Er sprach den meisten der Zuhörer voll aus dem Herzen.

Der sich anschließende Demonstrationszug mit Trommlern und den Ortsschildern an der Spitze ging vom Bebelplatz zunächst zum Brandenburger Tor. Dort liefen verschiedene medial ansprechende Aktionen, z.B. ein „Die-In“, bevor die Demo vor dem Reichstag unter
namentlicher Nennung die verschiedenen Ortsschilder ablegte.

Als Mitglied der LAG FiP Hessen
Reiner Boulnois

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